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Ausgabe 113

How To Live Together

Kunsthalle Wien


Die Ausstellung in der Kunsthalle Wien widmet sich von 25. Mai bis 15. Oktober dem Zusammenleben.

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Tina Barney, The Antlers, 2001, Courtesy die Künstlerin und Paul Kasmin Gallery

„How To Live Together" beschäftigt sich mit den individuellen wie gesellschaftlichen Bedingungen und Potenzialen unseres Zusammenlebens. Im Vordergrund stehen dabei die Dynamiken von Ökonomie und Politik, aber auch sich wandelnde soziale Beziehungen. Die Arbeiten von über dreissig internationalen Künstler/innen verschiedener Generationen gehen von persönlichen Erfahrungen aus und verweisen gleichzeitig auf sich verändernde Verhältnisse zwischen Privatem und Politischem, Stillstand und Bewegung, Wirklichkeit und Utopie. Die Vielfalt der präsentierten Lebenswelten zeigt auf, dass Gesellschaft mehr ist als die Summe ihrer Individuen. heft113_13

Mohamed Bourouissa, Carré rouge (aus der Serie Périphérique), 2005, © ADAGP Mohamed Bourouissa, Courtesy der Künstler und kamel mennour, Paris/London

Die ausgestellten Arbeiten erzählen Geschichten von Flucht und Migration, von Erfahrungen von Rassismus und Ausgrenzung, aber auch von Solidarität und Ganzheit in Vielfalt: Von August Sanders Gesellschaftsporträts aus dem beginnenden 20. Jh. über Tina Barneys Abbilder gesellschaftlicher Eliten aus den 1970er Jahren bis zu Mohamed Bourouissas aktueller fotografischer Auseinandersetzung mit den Pariser Banlieues und ihren vorwiegend aus dem afrikanischen und arabischen Raum stammenden Bewohner/innen. Allgemein menschliche Empfindungen zwischen Liebe, Angst, Glauben und der Sehnsucht nach Frieden werden von Goshka Macugas Androiden angesprochen, der einen Appell an die Menschlichkeit der Besucher/innen richtet. 

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August Sander, Proletariermutter, 1926, © Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur – August Sander Archiv, Köln; BILDRECHT GmbH, Wien, 2017


Auch die Ausstellungsarchitektur trägt in ihrer Referenz an antike Versammlungsorte sowie an moderne Bauplätze einer Gesellschaft zwischen Auflösung und Aufbruch Rechnung. Sie steht sinnbildlich für die Notwendigkeit, Räume der Demokratie neu zu denken.

www.kunsthallewien.at