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Ausgabe 113

March of the Living 2017

600 österreichische Schülerinnen und Schüler gedenken in Polen der Opfer des Holocaust

pr-Text


Seit 1988 findet der „March of the Living" traditionell am Yom Hashoa, dem israelischen Holocaust-Gedenktag, statt und bietet Menschen aus aller Welt Gelegenheit, der Opfer der Shoa zu gedenken. Rund 10.000 TeilnehmerInnen pro Jahr gehen den drei Kilometer langen Gedenkmarsch vom ehemaligen Konzentrationslager Ausschwitz zum Vernichtungslager Birkenau. Insgesamt haben bisher mehr als 250.000 Menschen aus 52 Ländern am nachhaltigsten Protest gegen die Leugnung des Holocaust teilgenommen und erinnern so an die grausamen Verbrechen der NS-Zeit. Die Teilnahme des Bundesministeriums für Bildung in Kooperation mit der Israelitischen Kultusgemeinde sowie dem Vereins _erinnern.at_ ist  auch eine Würdigung der stetig steigenden Teilnahme österreichischer Schülerinnen und Schüler am Marsch der Lebenden. Sie setzen damit ein besonders eindrucksvolles Zeichen, welches die aktive Erinnerungskultur, die an Österreichs Schulen gelebt und durch das BMB gefördert wird, widerspiegelt. Alleine in diesem Jahr beteiligten sich am 24. April über 600 Jugendliche aus 13 Schulen an dem Gedenkmarsch und konnten in diesem Rahmen mit dem 103-jährigen österreichischen Überlebenden Marko Feingold in regen Austausch treten. Der Präsident der IKG Salzburg begeisterte und berührte gleichermassen durch seinen offenen und persönlichen Umgang mit der eigenen Geschichte und bringt so den Schülerinnen und Schülern das Grauen des Holocaust nüchtern und dennoch eindringlich näher. 

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Israel-Seminar, Sommer 2016. Mit freundlicher Genehmigung: erinnern.at.

Der Verein _erinnern.at_ unterstützt seit nunmehr 17 Jahren im Auftrag des BMB in allen Bundesländern Lehrerinnen und Lehrer an österreichischen Schulen durch ein breit gefächertes Fortbildungsangebot in der reflektierten Auseinandersetzung mit der Zeit von Nationalsozialismus und Holocaust. Die historischen Erkenntnisse werden mit aktuellen Fragen der politischen Bildung in Beziehung gesetzt und können so einen Beitrag zur Bewältigung etwa aktueller gesellschaftlicher Ausgrenzungsphänomene leisten. Die internationale Vernetzung und die daraus resultierenden Kooperationen spielen in der erfolgreichen Arbeit von _erinnern.at_ eine zentrale Rolle. So ermöglichen Fortbildungsseminare für LehrerInnen in Israel eine tiefgehende Beschäftigung mit dem israelischen Narrativ der Shoah und einen Einblick in die Komplexität der politischen Situation im Nahen Osten. _erinnern.at_ ist Mitglied der österreichischen Delegation in der International Holocaust Remembrance Alliance (IHRA) und beteiligt sich aktiv am internationalen Diskurs zum Lehren und Lernen über den Holocaust. Ein besonders wichtiger Aspekt ist dabei die Zusammenarbeit mit  ZeitzeugInnen bzw. die Beschäftigung mit dem Beitrag der Erinnerungen von ZeitzeugInnen und Überlebenden der NS-Zeit zum historisch-politischen Lernen. In diesem Zusammenhang wurden von _erinnern.at_ die Lernangebote „Das Vermächtnis" sowie „Neue Heimat Israel" (DVD und Website) entwickelt. Der Verein beteiligt sich ausserdem an zahlreichen internationalen Forschungsprojekten zur Erschliessung dieser bewegenden Lebensgeschichten für das digitale Lernen. 

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Marko Feingold beim ZeitzeugInnen-Seminar 2017. Mit freundlicher Genehmigung: erinnern.at.

Das Ziel der Aufrechterhaltung einer lebendigen Erinnerungskultur an Schulen und in Zusammenarbeit mit Kindern und Jugendlichen steht dabei stets im Vordergrund.

Weitere Informationen finden Sie unter 

www.erinnern.at.